Agression – Woher? Wohin? Wofür?
11. Kinderanalytisches Symposium
Paulus Akademie, Zürich
Jan. 27 – 30, 2027
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Agression – Woher? Wohin? Wofür? Paulus Akademie, Zürich, 27. – 30. Januar 2027
Einleitung Unter diesem Titel steht die diesjährige kinderanalytische Tagung, zu der wir Sie ganz herzlich einladen. Mit diesen drei kleinen Fragewörtern eröffnet sich ein ganzes Kaleidoskop von Themen, über die wir in Referaten und Diskussionen gemeinsam nachdenken möchten. Schon bei der Frage «Woher?» scheiden sich die Geister – wie weit ist die Aggression ein Teil der menschlichen Triebausstattung – wie weit eine Folge unvermeidlicher oder auch vermeidbarer Frustration? Wie weit wollen wir sie den libidinösen Strebungen zuschlagen – wie weit der Destruktivität oder dem Todestrieb? «Wofür?» – dass wir die Aggression brauchen, wird wohl kaum bestritten, gehe es nun um die motorische oder die intellektuelle Entwicklung, um die Entfaltung der Sexualität oder darum, in der Welt einen Platz zum Leben zu finden – ohne Aggression geht es nicht. Um Ausmass und Form der notwendigen Aggression hingegen stellen sich weitere Fragen. Die Frage «Wohin?» beinhaltet aber mehr als das notwendige Ziel, die Aggression im Dienst der Lebensgestaltung zu nutzen – sie beinhaltet einen Weg, und dieser Weg beschäftigt uns als Psychoanalytiker ganz besonders. Viele Kinder werden uns vorgestellt, und viele Jugendliche und Erwachsene melden sich bei uns, die auf ihrem Weg, die Aggression zu integrieren, auf Schwierigkeiten stossen. Dies kann sich in einem Überschiessen aggressiver Impulse zeigen, aber auch in einer Aggressionshemmung, die das Individuum daran hindert, sich zu entfalten. Vielleicht erfolgt ein aggressiver Angriff auf die eigene Person unter der Maske einer Depression, mittels Panikattacken, in Form akuter oder chronischer Selbstgefährdung oder als psychosomatische Erkrankung. Wir freuen uns auf die Auseinandersetzung und den Austausch mit Ihnen und auf eine Bereicherung unseres Denkens und unserer klinischen Praxis.
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Titelbild: © Sebastian Kuban, «Madonna», 2023