Antonio Pérez Sánchez: Die Hundertjahrfeier in Madrid (S. 265)
Ich bedanke mich bei Luis Martin Cabré, dem Präsidenten der Madrider
Psychoanalytischen Vereinigung für seine freundliche Einladung, an
diesem Podium teilzunehmen und ihm vorzusitzen. Tatsächlich sind wir
Schwestergesellschaften. Wir haben dieselben Ursprünge: Wir stammen
beide von derselben Gesellschaft ab, der Lusitanisch-Hispanischen Gesellschaft,
welche im Jahre 1959, also vor 50 Jahren, als Teilvereinigung in die
Internationale Psychoanalytische Vereinigung aufgenommen wurde.
Später entwickelten sich drei Zweige dieser Vereinigung in den drei
Städten Lissabon, Madrid und Barcelona, welche schliesslich zu den drei
Gesellschaften der Iberischen Halbinsel wurden: die Portugiesische Psychoanalytische
Gesellschaft, die Madrider Psychoanalytische Vereinigung
und die Spanische Psychoanalytische Gesellschaft. Aus diesem Grunde
freue ich mich sehr, jetzt, am fünfzigsten Jubiläum unserer Ursprünge, mit
Ihnen an der Hundertjahrfeier der IPA teilzunehmen.
Soweit ich beurteilen kann, werden die von unseren Kollegen
präsentierten Papers ein breites Spektrum von Themen zur gegenwärtigen
Psychoanalyse abdecken: Von den Ursprüngen der IPA (L. Martin Cabré)
bis hin zu der Zukunft unserer Disziplin (Peter Wegner, Präsident der EPF),
über die soziale Funktion (S.Bolognini, Italienische Psychoanalytische
Gesellschaft) und die Expansion der Psychoanalyse (J. Canestri,
Italienische Psychoanalytische Vereinigung), unter Berücksichtigung eines
besonderen Bereichs: Der Stellung der Psychoanalyse an der Universität
(C.Eizirik, Porto Alegre Psychoanalytische Gesellschaft).
Bestimmt sind unsere Kollegen mit mir einig, dass den erwähnten
Anliegen ein weiteres beigefügt werden sollte, welches für die Psychoanalyse
grundlegend ist: Jenes der Konsolidierung unserer klinischen
Arbeit, unabhängig von der theoretischen psychoanalytischen Orientierung;
weil die Klinik unser Laboratorium für die Arbeit mit unseren
Patienten ist, unser Forschungsgebiet, das uns erlaubt, unsere Disziplin zu
vertiefen und zu entwickeln.
(Übersetzt von Patricia Kunstenaar)


